blog-erreurs-traduction1Übersetzungen sind einfach? Jeder, der eine zweite Sprache spricht, kann übersetzen? Ein guter Übersetzer spricht mindestens 5 Sprachen?
Im Prinzip klingt Übersetzen doch ziemlich einfach, nicht?
Und wenn man ein paar Wörter nicht kennt, schlägt man Sie eben schnell bei www.leo.org, oder im Pons Wörterbuch deutsch-französisch nach.

Nun ja, sagen wir mal, so einfach ist das Ganze nicht.
Zu alle erst möchten wir unterstreichen, dass eine Übersetzung nicht automatisch eine gute Übersetzung ist. Haben Sie schon einmal einen Text gelesen und haben dieses seltsame, unwohle Gefühl gehabt? Dieses Gefühl, als wäre der Text, den Sie gelesen gar nicht an Sie adressiert? Der Text, der Sie folglich völlig kalt gelassen und allenfalls verwundert hat? Dann hatten Sie es wahrscheinlich mit einer schlechten Übersetzung oder mit einer mangelhaften Anpassung des Textes an die Zielkultur zu tun.

Denn bei einer guten Übersetzung gibt es mehr zu beachten als nur das reine „wortwörtliche Übersetzen“. Ganz im Gegenteil. Der professionelle Übersetzer ist wie ein Komponist, der die Musik einer Sprache in die andere überträgt – mitsamt aller positiven wie negativen Konnotationen, Redewendungen, kulturellen Eigenheiten. Auch hier hat jeder Übersetzer seinen ganz eigenen Stil und nicht umsonst sehen sich einige Übersetzer als „Künstler“.

Sie wollen die Herausforderungen einer professionellen Übersetzung noch besser verstehen?

Übersetzung hat nichts mit Wörterbüchern zu tun!

… oder vielleicht ein wenig.
Jedenfalls ist es eine der am meisten verbreiteten Irrglauben die Tatsache, dass Übersetzer zum einen ein wandelndes Wörterbuch sind und zum anderen folglich alles wörtlich übersetzen. Es reicht keinesfalls aus, bloß die Worte in zwei Sprachen zu kennen. Der Grund: Worte können in verschiedenen Sprachen etwas komplett Verschiedenes bedeuten. Ein amüsantes Beispiel ist etwa die Art, wie Franzosen in der gesprochenen Sprache behaupten, etwas sei „pas terrible“. Wenn Sie jetzt also „terrible“ im Wörterbuch nachschlagen, so macht man es doch, sehen Sie: Terrible = Furchtbar, pas = Verneinung, also nicht. Ist ja ganz einfach, denken Sie sich – also ist es nicht furchtbar, also gut! Liebe Leser, ganz so einfach ist es natürlich nicht. Wenn Franzosen sagen, etwas sei „nicht furchtbar“ meinen Sie tatsächlich genau das Gegenteil – Es ist furchtbar.

Barbarismen

« Barbarismus », das ist kein sehr schönes Wort, und sogar zu Recht.
Denn Barbaismen bezeichnen entsprechend unschöne Sprachverwendung. Dazu kann beispielsweise ein englischer Ausdruck gehören, der in die Muttersprache übertragen wurde, wie etwa „Freelancen“. Auf der anderen Seite kann mit Barbarismus auch ein fehlerhaft verwendetes Wort oder ein Verstoß gegen die Sprachregeln bezeichnet werden.

Korrekturlesen ist das A und O

Ganz gleich, wie viele Jahre Erfahrung ein Übersetzer hat, wie sorgfältig er gearbeitet hat oder wie professionell er ist:

Es gibt eigentlich kaum einen Fall, in dem Korrekturlesen nicht sinnvoll ist, und zwar nicht nur um eventuelle Fehler zu beseitigen.

Das Korrekturlesen oder das Lektorat ermöglicht auch eine abschließende Analyse: Wurde die Terminologie eingehalten? Wie ist die Stimmung? Gibt es wiederkehrende Fehler, die beim nächsten Mal vermieden werden können?

Außerdem ist das Korrekturlesen eine prima Möglichkeit, Feinschliffe an der Formatierung vorzunehmen.

Sie sind neugierig geworden ?

Entdecken Sie unseren Artikel „5 Dinge, die Sie über automatische Übersetzung wissen sollten“.

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